Big Data und Geschäftsmodell-Innovationen

Big Data-Technologien sind auf dem Vormarsch, allerdings stellen viele Unternehmen erstaunt fest, dass nur wenige Beispiele für den Big Data-Einsatz bekannt sind. Die fehlenden Beispiele schrecken Unternehmen ab, die Big Data verstärkt nutzen wollen, dabei gibt es zahlreiche Einsatzbeispiele aus Verwaltung und Wirtschaft. Sie liefern Hinweise, wie Big Data in Unternehmen neue Geschäftsmodelle und Innovationen ermöglicht. Bereits im Jahr 2014 stieg das Interesse an Big Data-Technologien, so dass sich mehr Big Data-Einführungsprojekte etablieren konnten.

Im Jahr 2015 soll die Umsetzung dieser Projekte weiter zunehmen, das geht aus dem Arbeitskreis „Big Data“ der BITKOM hervor. Es ist zu erwarten, dass Fortschritte im Bereich der Industrie 4.0, der Smart Homes, Smart Grids, Telemedizin, Car-2-x oder Cognitive Computing für einen weiteren Aufschwung der Technologien sorgen. Erfolgsfaktoren sind vor allem Unterstützung aus dem Top-Management sowie der Aufbau von „Kombi-Skills“, die fachliches und technisches Wissen miteinander vernetzen. Außerdem sind die Orientierung an einem agilen Vorgehensmodell, die rechtzeitige Miteinbeziehung der Nutzer in Systementwicklungen, die Wahl einer offenen und skalierbaren Infrastruktur und ein ganzheitlicher Blick bedeutende Erfolgsfaktoren.

Big Data kommt derzeit vor allem in der Telekommunikation, der Automobilindustrie, im Handel und bei Finanzdienstleistungen zum Einsatz. Die Unternehmen verfolgen vornehmlich den Ansatz der Optimierung, um die Bedürfnisse der Kunden besser verstehen zu können. Ein integriertes Zielgruppenmarketing könnte alle Marketingmaßnahmen auf die Zielgruppen ausrichten. Interessant ist die Tatsache, dass der finanzielle Aspekt („Monetarisierungs-Ansatz“) kaum verfolgt wird, nur wenige Unternehmen wollen prüfen, ob sie künftig interessierten Kunden Daten zum Kauf anbieten. Das disruptive Potential von Branchen und IT muss für die Ausgestaltung dieser Verbindung genutzt werden, außerdem soll der Einsatz von Big Data-Technologie in mittelständischen Unternehmen geprüft werden. Bereits in kleinen Teams könnten nämlich Softwaresysteme entwickelt werden, die früher nur Technologieriesen vorbehalten waren. Selbst kleinere Unternehmen können ihre Service- und Produktqualität mithilfe der Big Data-Technologien erhöhen und größere Unternehmen herausfordern.

Big Data-Einsatzbeispiele zeigen, dass Geschäftsprozesse deutlich verbessert und technische Herausforderungen schneller gelöst werden können. Es werden aus datenschutzrechtlicher Sicht keine personenbezogenen Daten gespeichert, so dass dieser im Schatten der IT-Sicherheit steht. Dennoch können Fehler bei der Durchsetzung des Leitfadens entstehen, die zu Stolpersteinen beim Datenschutz werden. Es sei deshalb wichtig, dass der Datenschutz stets beachtet werde, denn für jeden Geschäftskunden seien seine Daten ein sensibles Thema, das gründlich und sorgsam vermittelt werden müsse. Nur wenn ein Vertrauensverhältnis zum Verbraucher entstehe und er die Notwendigkeit des Umgangs mit den Daten einsieht, werde er die Vorgehensweise billigen, hieß es. Von zentraler Bedeutung sind deshalb Kommunikation, Transparenz und Aufklärung.

Ein Expertenteam hat die gesamte Publikation begleitet und den Autoren der Einsatzbeispiele mit Hinweisen unter die Arme gegriffen. Stets wurde gemeinsam erörtert, ob die Kriterien für Big Data in vollem Umfang eingehalten wurden oder nicht. Nicht immer wurden alle Kriterien erfüllt, in allen Fällen waren jedoch interessante Ansätze erkennbar.

Die 136-seitige interessante Publikation „Big Data und Geschäftsmodell-Innovationen in der Praxis: 40+ Beispiele“ können Sie sich hier als PDF herunterladen

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