Zeitreise im Morast: Biene Maja und der rutschende Riemen
7. Februar 2026Der Boden war heute der Endgegner. Was wie ein harmloser Feldweg im Münchner Norden aussah, entpuppte sich als fiese Mischung aus Lehm und Nässe. Das Zeug klebte wie Pattex an den Reifen; ich kam kaum vom Fleck und kämpfte um jeden Meter Vortrieb.
Mitten im tiefsten Matsch dann der Dämpfer: Der neue Riemen rutschte runter. Offenbar hatte der aufgewirbelte Dreck die Zähne zugesetzt und ihn vom Blatt gedrückt. Da stehst du im Nirgendwo, die Finger klamm und schlammverschmiert, und fluchst leise über die Tücken der Technik.
Aber das Durchbeißen hat sich gelohnt. In Oberschleißheim wartete ein echtes Stück Nostalgie: die Biene-Maja-Linde. Hier, wo Waldemar Bonsels die Geschichten schrieb, fühlte ich mich kurz wieder wie sechs Jahre alt. Ein stiller Gruß an eine Heldin meiner Kindheit, bevor ich die letzten 10 Kilometer nach Hause in Angriff nahm.
Fazit: Lehm ist der natürliche Feind des Vortriebs (und scheinbar auch des Riemens). Aber für einen Besuch bei Maja nehme ich auch dreckige Hände in Kauf.




Ein paar Fakten zur Tour (Laut Garmin Edge 1050):
- 112,65 km
- 665 Höhenmeter
- 05:53 h Fahrzeit
- Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,1 km/h
- Straßenoberfläche: Befestigt: 84%, Unbefestigt: 16%
- Temperatur zwischen 6 und 12 Grad.
- Durchschnittstemperatur: 10 Grad

